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Monat: Oktober 2020

Bronze für Noelle an der Welt- und Europameisterschaft

Bronze für Noelle an der Welt- und Europameisterschaft

(Stefan) Was waren das für 3 Wochen unserer U23-Mountanbikerin. Schon nur die Qualifikation für die Mountainbike Welt- und Europameisterschaft in ihrem ersten U23-Jahr war ein grosser Erfolg, den sich Noëlle mit starken Leistungen auf dem Bike und Rennvelo verdiente. Aufgrund der Coronasperren debutierte Noelle 10 Tage vor der WM auch noch in Nove Mesto am Doppel-Weltcup-Rennen. Weil es ihre ersten Weltcuprennen waren, musste sie mit der Nummer 61 hinten im Feld einstehen. In der ersten Techzone kriegte dann Papa Stefan weiche Knie, als Noelle bereits in der Startrunde auf Position 20 erschien. Mit einer starken Leistung und fehlerarmen Fahrt gabs das erste Top15 Resultat und wichtige UCI-Punkte. Nur 2 Tage später das gleiche Szenario: Mit der 61 gestartet, sprintete Noelle in der Startrunde an die Spitze und zeigte wieder eine äusserst starke Leistung, gekrönt mit den 12 Platz. In der Folge wurde sie von Swiss-Cycling ins WM-Team-Relay-Team beordert und sicherte sich bei ihrem ersten WM-Einsatz mit Team-Bronze ihre erste WM-Medaille. Im U23-WM-Rennen musste Noelle wiederum zuhinterst starten. Aber wir kennen’s schon: Mit dem Startschuss «tätschte» Noelle los und überholte auf der nassen und schwierigen Strecke Fahrerin um Fahrerin. Im Finish zeigte sie auch noch ihre Sprintqualitäten und rang die Russin Viktoria Kirsanova nieder. Rang 5 war der tolle Lohn für ein perfektes WM_Rennen. Ausgelaugt aber voller positiver Emotionen gings für Noellle direkt ins Tessin an die EM. Dort wurde sie wieder ins Team-Relay-Team beordert und sicherte sich mit dem Team erneut die Bronzemedaille. Mit 2 Platten (nicht von Noelle) haderte die Schweiz etwas mit dem Schicksal. Am U23-Rennen gabs für den Fanclub von Noëlle vor dem Rennen nur eine Frage: Reichte das Benzin noch für ein weiteres Rennen und gelang Noëlle erneut ein perfekter Start? Im steilen Startgelände auf dem Monte Ceneri wurde Noelle eingeklemmt und erschien als 20. Bereits in Runde 2 war sie aber schon auf Position 7 und konnte diesen Platz in einem sehr harten Fight bis in Ziel verteidigen. Der RV Ersigen sagt: Chapeau – fantastisch!

Buri, Noelle, Thömus / RN Young-Stars, RV Ersigen, SUI
Buri, Noelle, Thömus / RN Young-Stars, RV Ersigen, SUI
Buri, Noelle, Thömus / RN Young-Stars, RV Ersigen, SUI
WM Silber für Marlen Reusser

WM Silber für Marlen Reusser

WM Erlebnisbericht von Simone und Jörg

Vom 24. bis 27. September fanden die Strassen-Weltmeisterschaften der
Elite in Imola statt. Imola ist für Aigle-Martigny eingesprungen wo die
WM ursprünglich geplant war, aufgrund der Corona-Beschränkungen jedoch
nicht stattfinden konnte. Mit Marlen Reusser war auch eine Rv-Ersiger
Medaillen-Anwärterin, speziell im Zeitfahren, am Start. Obwohl wir im
Vorfeld nicht genau abschätzen konnten in welchem Umfang dies Aufgrund
der Corona-Beschränkungen überhaupt möglich sein würde, sind Simone und
ich nach Imola gereist um Marlen und die anderen SchweizerInnen
anzufeuern. Dies stellte sich als eine gute Entscheidung heraus. Zwar
war der Start-Zielbereich für Zuschauer nicht zugänglich und Marlen
befand sich in der “Corona-Bubble”, jedoch war das Mitverfolgen und
Anfeuern an der Strecke praktisch ohne Einschränkungen möglich.

Mit unserer Unterkunft in der Mitte des Motodroms landeten wir einen
Volltreffer. Dies sowohl aufgrund der Unterkunft selbst (Agriturismo La
Fondazza) wie auch dessen Lage innerhalb der WM-Strecken. So konnten wir
Marlen (und einen Tag später auch Stefan Küng) beim Zeitfahren an drei
verschiedenen Orten anfeuern. Zusammen mit der Schwester von Marlen und
deren Freund konnten wir so live mitverfolgen wie sie auf den zweiten
Platz raste. Dies obwohl das Rennen nicht optimal für sie lief (den
WM-Bericht aus der Sicht von Marlen findet ihr hier
(https://marlenreusser.com/?p=1428). Auch für das Strassenrennen am
Samstag konnten wir von unserer Unterkunft, trotz gesperrter Strassen,
über Nebenstrassen mit dem Velo direkt zum steilsten Aufstieg der
Strecke fahren welche die Fahrerinnen fünfmal bewältigen mussten. Obwohl
das Feld schon recht am ausdünnen war, hatte Marlen die ersten drei
Runden noch den Schnauf um uns zuzuwinken. Bei den letzten zwei
Durchgängen sah sie dann aber doch etwas leidender aus. Trotz des für
sie nicht idealen Rennprofils schaffte sie es in die Top Ten, was uns
fast mehr überraschte als ihre Performance im Zeitfahren wo wir ihr
durchaus auch den Sieg zugetraut hätten.

Viele der Strassen rund um Imola wurden extra für die WM mit einem neuen
Belag versehen, wovon auch wir als Hobby-Gümmeler bei unseren Ausfahrten
vor und nach den Rennen profitieren konnten. Die Gegend um Imola eignet
sich wirklich toll für Rennvelo-Ausfahrten und unser Host hat ausserdem
gemeint es eigne sich auch fürs Biken. Dies müsste jedoch noch von
unabhängiger Stelle verifiziert werden, da ja bekannterweise nicht jeder
dasselbe unter Biken versteht 😉. Nach dem Strassenrennen am Samstag hat
Marlen die Swiss Cycling Bubble dann einen Tag früher verlassen um einen
Abend mit uns zu verbringen und zu feiern. Am Bahnschalter am nächsten
Tag fragte der Bahnangestellte dann begeistert nach einem Autogramm von
Marlen und bemerkte, dass Marlen unbedingt seinen Sohn kennenlernen
müsse… Das Strassenrennen der Männer und die super Performance von
Marc Hirschi mussten wir dann über das Mobiltelefon mitverfolgen, weil
wir uns bereits auf dem Rückweg in die Schweiz befanden.

In Gedenken an Manfred Jenni

In Gedenken an Manfred Jenni

In Gedenken nehmen wir Abschied von Manfred Jenni – 24.08.1953 bis 24.08.2020

Die schweren Schicksalsschläge und der lange Kampf gegen seine Krankheit, den Manfred schlussendlich verloren hat, lehren  uns Respekt und Akzeptanz und zeigen auf, wie verletzlich unser Leben sein kann.

Auf seinem geliebten Rennvelo war Manfred 44 lange Jahre und unzählige KM in den Farben des RV Ersigen unterwegs.

Als ehemaliges Vorstandsmitglied in den früheren Jahren, verlieren wir ein überaus aktives Vereinsmitglied und einen guten Freund.

Es bleiben dankbare Erinnerungen, ruhe in Frieden Manfred.