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Monat: Januar 2020

Jahresrückblick 2019 Lars Heiniger

Jahresrückblick 2019 Lars Heiniger

(Lars) Das Jahr 2019 war für mich nicht gerade ein einfaches Jahr.

Obwohl ich aufgrund der Ausbildung als Schreiner noch nicht so viel trainierte, startete ich mit einem Sieg und einem sechsten Rang bei der Elite auf der Bahn sehr motiviert in meine zweite Strassensaison und dies erst noch als Teil der Nationalmannschaft. Doch als ich im März mit dem Training hochschraubte bin ich gleich zwei Mal an einem Abend an mehreren Bahnrennen gestürzt. Von Kopf bis Fuss, alles aufgeschürft. Bandagiert und angeschlagen ging ich trotzdem weiterhin in die Schreinerei arbeiten. Die sichtbaren Wunden waren schnell verheilt und so trainierte ich parallel zur Arbeit wieder voll. Doch dann geschah es: bei der Arbeit draussen auf der Baustelle begann mich alles zu Jucken und am Abend war der ganze Körper geschwollen. Alles brennte und juckte. Beim Arzt hiess es dann, dass dies ein Zeichen für Stress im Körper durch die Wunden, die Arbeit und das viele Training sei. Weiter aber nichts.

In der Woche darauf gingen wir mit der Nati ins Lager auf Mallorca. Mit Vorfreude und Euphorie vergass ich alles was in den letzten Tagen los war. Wir trainierten und hatten dort eine gute Zeit. Doch als wir gut bis perfekt vorbereitet zurückkamen, lief an den Rennen nichts. Ich konnte nicht einmal an den Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen, wo ich noch deutlich weniger trainiert habe als im Frühjahr 2019. Nach der Arbeit war ich zu erschöpft und wollte nur noch schlafen. Als es so weit kam, dass ich andauernd müde war, die Leistungen in der Schule nicht mehr erbracht wurden und ich im Betrieb immer alles vergass, mussten wir leider feststellen das dies so nicht weitergehen kann und ich brach die Lehre im April ab. Bereits im Mai, durfte ich schon in der Feusi einsteigen, damit ich im August gleich im 2. Lehrjahr weitermachen konnte.

Diese Kooperation mit der Schule gab mir Zuversicht. Doch die Müdigkeit zog sich über die ganze Saison bis in den Herbst hin. Ich ging zwar an die Rennen und dies zwischendurch auch erfolgreich. Aber auch an den erfolgreichen Rennen fühlte ich mich nie 100% fit. Nicht an der Zeitfahrschweizermeisterschaft, als ich um nur 4.5 Sekunden den Titel verpasste, oder als ich in Basel mit fast einer Minute Vorsprung gewinnen konnte. Auch nicht als ich in Steinmaur mit knapp einer Minute Rückstand aus dem Feld nach vorne in die achtköpfige Spitzengruppe fuhr, und nach dem ich auch diese Gruppe sprengte, dritter wurde.

Als klar war das die WM für mich kein Thema sein würde, fuhr ich mit dem Training bereits im August wieder etwas runter. Die Junioren Saison war für mich gelaufen und ich wollte mich auf die U23 Jahre vorbereiten.

Trotzdem kann ich auf ein Jahr mit tollen Erlebnissen im Ausland zurückschauen. Mit Rennen in Luxemburg, Belgien und Holland, in Deutschland und auf der französischen Seite der Schweiz. Natürlich hätte ich immer gerne Vollgas gegeben und das Schweizerkreuz etwas besser präsentiert, doch bei diesen Umständen lag schlussendlich nie mehr drin.

Nachdem ich dann nach bereits zwei Radquerrennen für den Weltcup in Bern aufgeboten wurde, spürte ich das erste Mal, das meine Qualitäten als Fahrer wahrgenommen werden. Doch als beim Weltcup diese Müdigkeit wieder hervorkam, liessen wir die Sache endlich abklären und stellten fest, dass ich am pfeifferischen Drüsenfieber erkrankt bin. Als wir beim Arzt nach einem Grund für die Erkrankung suchten, führten mehr oder weniger alle Anzeichen auf die Zeit vom Lehrabbruch im Frühling zurück, was für den Arzt, die Verantwortlichen der Nati und auch für mich einiges erklärte.

Da es trotzdem nicht nur an den nationalen sondern auch an den internationalen Rennen meist gegen Ende nur knapp nicht aufging, freue ich mich nun auf die kommende Saison wo ich wieder einer der jüngsten in der neuen Kategorie sein werde. Mit gut zwei Monaten Trainingsrückstand und dem Gewissen, dass ich wieder ganz gesund bin, muss ich mir keinen unnötigen Druck für die ersten Rennen machen. Ich werde es wieder voll geniessen Rennen zu fahren. Was dann drin liegt werden wir dann sehen.

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Ein ziemlich langer Langlauftag

Ein ziemlich langer Langlauftag

(Ellie)Nach den gemütlichen Feiertagen war ich doch etwas verwirrt, als mich der Wecker am 2. Tag im neuen Jahr bereits um 05:30 Uhr aus dem Schlaf riss. Um 08:30 Uhr trafen sich dann rund 20 RV-Ersiger an der Talstation zur Engstligenalp. Die erste Hälfte der Gruppe erwischte – wie geplant – die erste Gondel, welche aber zwei Anläufe brauchte, weil die Insassen angeblich zu schwer waren ;-). Zu diesem Zeitpunkten ahnten wir noch nicht, dass wir am Abend noch viiieel mehr Geduld mit dieser Gondel brauchen würden….

Aber der Reihe nach. Am Vormittag genossen wir in 2 Gruppen den Langlaufunterricht mit Christof Zürcher. Damit niemand den Skiern die Schuld zuweisen konnte, falls es mal nicht so lief wie beabsichtigt, stellte uns Christof auch gleich das Langlaufmaterial zur Verfügung. Ein riesiges MERCI an dieser Stelle für deinen unermüdlichen Einsatz und das super präparierte MADUHS Langlaufmaterial!! https://www.zuercher-langlauf.ch/

Das tolle Bergpanorama entschädigte die anfängliche Kälte bis sich die wärmende Sonne zeigte. Bei super Bedingungen konnten wir über die Loipen gleiten. Nach dem Mittagessen im Bergrestaurant war noch freies Laufen angesagt. Wir konnten das herrliche Wetter richtig auskosten.

Nachdem sich alle richtig müde gelaufen hatten und es auch wieder kälter wurde, wollten wir gegen 16:00 Uhr fix auf die Gondel. Es blieb beim „fix wollen“… Schon von weitem war eine riesige Menschenschlange auszumachen. Also wieder zurück ins Bergrestaurant, aber auch dort mussten wir feststellen, dass noch andere dieselbe Idee hatten. Einzig im wohlriechenden „Stübli“ konnten wir noch einen freien Tisch für die Bahnangestellten ausfindig machen ;-). Rund 1.5 Stunden und ein paar Räubergeschichten später mussten wir in den sauren Apfel beissen und uns in die etwas kürzere aber immer noch ausreichend lange Warteschlange zur Gondel stellen.

Falls DU immer noch am lesen bist….BRAVO du ahnst es richtig: Wir mussten uns auch noch im Auto mit Geduld üben. Beklagen konnte sich zumindest das „Locher’sche“ Auto nicht: wir hatten dank Sitzheizung endlich warm und eine Büchse Weihnachtsgüetzi wurde auch noch hervor gezaubert. Wann genau wir zu Hause waren, weiss ich nicht mehr genau. Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich nach einer Dusche um 21:00 Uhr hundemüde ins Bett plumpste und wenn ich nicht gestorben bin, dann liege noch heute….  😉

Danke an alle Beteiligten für den unvergesslichen Tag!